Kleinere Beschädigungen können Sie problemlos mit Flüssigleder reparieren. Unser Flüssigleder ist eine farblich abgetönte Lederspachtelmasse für die Reparatur kleinerer Löcher, Risse, tieferer Kratzer und Brüche. Die Reparaturstellen sind vor der Bearbeitung mit unserem Leder Reinigungsbenzin gründlich zu entfetten. Raue Kratzer und Bruchkanten sollten vor der Bearbeitung mit unserem Leder Schleifpad geglättet werden. Das Flüssigleder vor dem eigentlichen Auftrag an unsichtbarer Stelle auf korrekte Farbe testen.
Mit dem Flüssigleder die beschädigte Stelle füllen und ca. 2 Std. trocknen lassen. Vorgang wiederholen bis die Reparatur gefüllt ist. Flüssigleder kann nicht trocken geschliffen werden. Man kann aber ein rund ausgeschnittenes Stück Schleifpapier in unsere GLD-Lösung dippen, leicht abschütteln und damit das Flüssigleder wieder leicht anlösen und nachmodellieren.
Flüssiglederreparaturen müssen zuletzt mit Leder Fresh farblich nachgetönt werden, um Farb- und Glanzunterschiede auszugleichen. Um das Flüssigleder ausreichend abzudecken, sollte das Leder Fresh mehrfach aufgetupft und mit einem Fön zwischendurch getrocknet werden.
Ein Loch mit fehlendem Leder
Löcher sollten zuerst auf der Rückseite durch Gegenkleben verstärkt werden. Dazu verwendet man dünnen Stoff (können Sie bei uns kostenlos anfordern) und den Lederkleber. Dann ein Stück Leder des Originalbezuges an einer verdeckten Stelle wegschneiden und passend zum Einsetzen zurechtschneiden. Anschließend das passend geschnittene Lederstück mit unserem Lederkleber einkleben. Die von oben sichtbaren Außenränder mit dem Flüssigleder wie oben beschrieben schließen.
Ein Riss im Leder
Leder, die schon eingerissen sind, müssen erst daraufhin geprüft werden, ob das Leder nicht besser ausgetauscht werden sollte. Insbesondere lange Risse in alten und spröden Ledern oder Risse in besonders belasteten Bereichen sind häufig nicht reparabel bzw. nicht lange haltbar nach der Reparatur. Wir empfehlen Rissreparaturen nur bei noch stabilen Ledern und bei Risslängen von nur wenigen Zentimetern.
Die Vorgehensweise: Kleine Risse, die nicht unter Spannung stehen, zuerst mit unserem Lederkleber provisorisch Stoß auf Stoß verkleben. Dann den Riss wie oben beschrieben mit Flüssigleder schließen. Risse, die unter Spannung sind, sollten mit dünnem Stoff hinterklebt werden. Bei sehr großen Rissen und sehr spröden Ledern kann man alle 3-4 Zentimeter eine Naht mit Knoten nach unten setzen. Den Faden anschließend mit dem Flüssigleder kaschieren. Links und rechts vom Riss (das Leder darf dort nicht zu spröde sein) ein Loch durchstechen und Nähgarn mit einer Rundnadel durchfädeln. Den Knoten auf die Rückseite legen und nur bis Stoß auf Stoß des Risses zusammenziehen. Zu große Risse in belasteten Bereichen oder insgesamt zu schwache oder verhärtete Leder sollten aber besser durch neues Leder ersetzt werden.
 Mit Reinigungsbenzin entfetten |
 Mit Leder Schleifpad - wenn nötig - glätten |
 Große Risse vorher hinterkleben |
 Flüssigleder gleichmäßig auftragen |